Von Georges Scherrer Am

In Das Heilige Jahr in der Schweiz

Einsiedeln, 8.10.16 (kath.ch) Aus Anlass des Jahres der Barmherzigkeit werden die Reliquien des Heiligen Pio von Pietrelcina die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein besuchen. Vom 1. bis 6. November machen sie an mehreren Stationen halt. Unter anderem in Chur und Einsiedeln.

Das Kloster Einsiedeln reagiert auf eine Anfrage von Gläubigen, die Pater Pio verehren. Sie fragten, ob sie die Reliquien auch nach Einsiedeln bringen dürften, erklärte Abt Urban Federer auf Anfrage. Die Reliquien würden jedoch nicht in den Klostergottesdiensten integriert. Im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit findet hingegen jeden Freitagnachmittag eine «Stunde der Barmherzigkeit» statt.

Im Rahmen einer solchen Feier wird die Reliquie des populären Heiligen am 4. November zwischen 15.00 Uhr und 16.20 Uhr gegenwärtig sein. Die Person und Spiritualität von Pater Pio werde in dieser Feier in den Kontext der Barmherzigkeit Gottes gestellt werden.

Das Kloster Einsiedeln beschliesst das Heilige Jahr der Barmherzigkeit am Sonntag, 13. November. Dann steht um 16.30 Uhr eine Pontifikalvesper und die «Schliessung» der Pforte der Barmherzigkeit auf dem Programm. Am Sonntag folgt um 9.30 Uhr ein feierliches Konventamt zum Abschluss des Jahres der Barmherzigkeit.

Zeichen für die heutige Zeit

Die Reliquie soll alle Gläubigen, vor allem jene, die an Leib und Seele leiden, ansprechen, erklärte der Sprecher des Bistum Chur, Giuseppe Gracia. Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eigne sich für den Besuch ganz besonders, weil Papst Franziskus im Jahr der Barmherzigkeit ihn erwählte, ein Zeichen der Barmherzigkeit für die heutige Zeit zu sein «und er uns Christus, den Gekreuzigten und Auferstanden auf einzigartige Weise vor Augen stellt».

Der Generalvikar für Graubünden, Andreas Fuchs, wird anlässlich des Besuchs der Reliquie bei Radio Maria in Adliswil ZH am 3. November über den Heiligen halten. Fuchs lobt die Demut, die Liebe zu Gott und den Menschen und die Barmherzigkeit des Heiligen.

Werke der Barmherzigkeit

«Er war ganz eins mit Jesus und war ganz für die Menschen da. Denken wir nur, wie viele Stunden er im Gebet und im Beichtstuhl verbrachte», sagte Fuchs zu kath.ch Padre Pios Liebe zu den leidenden Menschen zeigte sich vor allem im Bau des Spitals in San Giovanni Rotondo, das eines der besten Spitäler Italiens ist.

Vor allem die 14 Werke der Barmherzigkeit, die Papst Franziskus im Jahr der Barmherzigkeit erneut vorschlage, pflegte er. Heute werde der Heilige von Menschen aus aller Welt verehrt. Rund sechs Millionen Menschen pilgern jährlich nach San Giovanni Rotondo, wo der Padre begraben liegt. (rp/gs)